Nimmermeer

„Es ist ein Recht zu leben, keine Pflicht.“ Uwe G., 80 Jahre

Die Suizidrate bei Menschen über 60 Jahren ist annähernd
doppelt so hoch wie die bei jungen Menschen. Es gibt jedoch
kaum einen transparenten gesellschaftlichen Umgang mit dem
Thema Suzid im Alter.
Wir, das Künstlerkollektiv „Die Azubis“, brechen mit diesem
Tabu. Durch Szenen-, Puppen - und Schattenspiel, Tanz und
Totenfeier erschaffen wir eine Theaterperformance im Kirchen-
raum, die mit poetischen Überhöhungen, schwarzem Humor
und gebotenem Ernst eine längst überfällige, enttabuisierte
Auseinandersetzung zu den Themen
Leben und Sterben im Alter anstößt.

Im Anschluß gibt es eine Podiumsdiskussion.

TRAILER

 

Neue Osnabrücker Zeitung

"Die Azubis" spielten facettenreich mit Poesie und mutiger Leidenschaft; bedient hatten sie sich dabei einfachster Mittel, um das Publikum zu erreichen.

Hildesheimer Allgemeinen Zeitung

… Man kann es schon daran erkennen, dass vor Beginn in der St. Jakobikirche noch reichlich Stühle herbeigeschafft werden müssen. Es gibt offenkundig ein Publikum, das sich dringend auseinandersetzen möchte mit einem Tabu: Dem Suizid im Alter.

… Vor allem aber, weil es das Nachspüren von jungen Menschen ist, die immer auch zu verstehen geben, dass sie von außen auf etwas schauen, auf etwas, das fern von ihnen ist, das immer auch unverständlich bleiben muss.

… „Ehret das Alter und die Sterblichkeit“,singt Kai Fischer und das Publikum erhebt sich – lächelnd, betroffen, irritiert und auf morbide Weise herzerwärmt.

… Es ist ein sehr schöner, zum Glück auch sehr humorvoller und ehrlich berührender Weg, zum Fühlen, Denken und Sprechen anzuregen.

Zuschauerin auf NDR Kultur über das Stück:

Diese Mischung aus schwarzem Humor und Leichtigkeit in Verbindung mit der schwere des Themas, die darunter überhaupt nicht gelitten hat.

Evangelischer Pressedienst

Nach etwa einer Stunde dieses Wechselbades von Stimmungen und Gefühlen stehen viele Fragen im Kirchenraum. "Wir wollten ein Themenfeld aufreißen, keinesfalls können wir diese schwierigen Fragen beantworten", erläutert Darsteller Weiß. Zum Schluss werden Publikum und Gemeinde gebeten, sich zur Trauung von Oma mit dem Tod zu erheben. Die Spannung ist bei dieser Aufforderung zum Greifen nahe: "Wer hier Einspruch erheben will, möge jetzt etwas sagen oder für immer schweigen." Es bleibt still. Keiner traut sich, dem Sterben zu widersprechen.


 

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